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Herbstparty 2026

Ehrengast war Nationalrätin Barbara Steinemann

Politik, Geselligkeit und reger Austausch an der Herbstparty der SVP Russikon

Die traditionelle Herbstparty der SVP Russikon lockte 47 Gäste ins Schützenhaus Russikon. Neben einem feinen Nachtessen, vielen angeregten Gesprächen und dem traditionellen Lottomatch standen die Neutralität der Schweiz und das Verhältnis zur Europäischen Union im politischen Mittelpunkt. Als Ehrengast referierte Nationalrätin Barbara Steinemann zum neuen EU-Vertragspaket.

Am Freitagabend fand die traditionelle Herbstparty der SVP Russikon statt. Um 18.30 Uhr wurde der Anlass mit einem gemütlichen Apéro eröffnet. Bereits dabei zeigte sich, was die Herbstparty seit Jahren auszeichnet: Menschen aus der Gemeinde und der Region kamen miteinander ins Gespräch, tauschten sich aus und genossen das ungezwungene Zusammensein.

Um 19.30 Uhr begrüsste Stefan Fehr, Präsident der SVP Sektion Russikon, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Besonders willkommen hiess er Ehrengast Nationalrätin Barbara Steinemann. Unter den Gästen befanden sich zudem alt Nationalratspräsident Max Binder, die Urner Landrätin Claudia Brunner, alt Kantonsrat Hans-Peter Amrein, alt Gemeindepräsident Hans Aeschlimann die Kantonsratskandidaten Marco Müller, Fredi Nessensohn und Behördenmitglieder aus der Region.

Neutralität und Selbstbestimmung der Schweiz

In seiner Begrüssung schlug Fehr ernstere Töne an. Die Kriege in der Ukraine und im Iran sowie die zahlreichen weiteren Konflikte auf der Welt würden ihn beschäftigen. Gerade in einer zunehmend unsicheren Welt brauche es eine Schweiz, deren Haltung klar und berechenbar sei.

Fehr forderte deshalb eine Rückkehr zu einer strikten Neutralität. Dass sich die Schweiz Sanktionen der Europäischen Union angeschlossen habe, bezeichnete er als falsches Signal. Die besondere Stärke der Schweiz habe über lange Zeit darin bestanden, mit allen Seiten sprechen zu können.

Die Schweiz müsse wieder vermehrt versuchen, ihre traditionellen Guten Dienste anzubieten, Gesprächskanäle zu allen Seiten offenzuhalten und damit einen Beitrag zur Verständigung und zur Förderung des Friedens zu leisten. Gerade als kleines neutrales Land könne die Schweiz hier eine besondere Rolle wahrnehmen.

Doch nicht nur die Neutralität bereite ihm Sorgen. Fehr machte bereits zu Beginn des Abends auf das aus Sicht der SVP unselige neue Vertragspaket mit der Europäischen Union aufmerksam. Das über 2’200 Seiten umfassende Vertragswerk, das die SVP als EU-Unterwerfungsvertrag bezeichnet, stelle grundlegende Fragen zur künftigen Souveränität und Selbstbestimmung der Schweiz.

Für Fehr geht es dabei letztlich um eine zentrale Frage: Wer bestimmt in Zukunft, welches Recht in der Schweiz gilt und wie weit kann unser Land weiterhin eigenständig über seine Angelegenheiten entscheiden?

Mit Nationalrätin Barbara Steinemann sei an diesem Abend eine ausgewiesene Kennerin der Materie zu Gast, welche später ausführlich über Inhalt und Auswirkungen des Vertragswerks informieren werde.

Feines Essen und angeregte Gespräche und Diskussionen

Nach dem politischen Auftakt wurde das Nachtessen serviert: heisser Beinschinken mit Kartoffelsalat und grünem Salat. Das ausgezeichnete Essen wurde von Markus Aeschlimann geliefert und fand bei den Gästen grossen Anklang.

An den Tischen entwickelte sich schnell jene lebhafte Atmosphäre, welche die Herbstparty auszeichnet. Es wurde diskutiert, erzählt und gelacht. Dabei ging es keineswegs nur um Politik. Persönliches, das Dorfleben, Ereignisse aus der Region und viele weitere Themen sorgten für einen regen Austausch – kurz gesagt wurde über Gott und die Welt gesprochen.

Gerade diese Mischung aus Politik, persönlichen Begegnungen und ungezwungenem Zusammensein machte den Abend aus. Alte Bekanntschaften wurden gepflegt, neue Kontakte geknüpft und manche Diskussion dauerte weit über das Nachtessen hinaus.

Barbara Steinemann nimmt den EU-Unterwerfungsvertrag unter die Lupe

Nach dem Essen griff Nationalrätin Barbara Steinemann das bereits von Stefan Fehr angesprochene Thema auf und widmete ihr Referat dem umfangreichen neuen Vertragspaket zwischen der Schweiz und der Europäischen Union.

Steinemann erläuterte ausführlich, weshalb die SVP das Vertragswerk als **EU-Unterwerfungsvertrag** bezeichnet und entschieden ablehnt. Im Zentrum ihrer Kritik standen insbesondere die dynamische Übernahme von EU-Recht, die institutionellen Mechanismen zur Streitbeilegung und die möglichen Folgen, sollte die Schweiz eine Weiterentwicklung des EU-Rechts nicht übernehmen.

Nach Ansicht Steinemanns greift das Vertragswerk tief in die Souveränität der Schweiz ein. Besonders kritisch sieht sie die Auswirkungen auf die direkte Demokratie. Entscheide von Volk und Parlament könnten künftig zu Konflikten mit Verpflichtungen aus den neuen Verträgen führen.

Auch die Möglichkeit von Ausgleichsmassnahmen, sollte die Schweiz bestimmte Rechtsentwicklungen nicht übernehmen, beurteilt die SVP kritisch. Für Steinemann steht deshalb weit mehr auf dem Spiel als eine technische Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen. Es gehe letztlich um die Frage, wie eigenständig die Schweiz in Zukunft ihre Gesetze und ihre Politik bestimmen könne.

Ihr engagiertes Referat knüpfte damit unmittelbar an die einleitenden Worte von Stefan Fehr an und sorgte auch im Anschluss für reichlich Gesprächsstoff.

Traditionelle Crèmeschnitten und dreimal Lotto

Nach den politischen Ausführungen wartete mit Kaffee und feinen Crèmeschnitten der süsse Teil des Abends. Die Crèmeschnitten wurden auch in diesem Jahr traditionell von alt Kantonsrat Hans-Peter Amrein gestiftet. Für diese treue und grosszügige Unterstützung ein herzliches Dankeschön!

Den Abschluss des Abends bildeten drei Durchgänge des traditionellen Lottomatches. Dank zahlreicher grosszügiger Spender präsentierte sich ein attraktiver Gabentisch. Zu gewinnen gab es unter anderem Geschenkkörbe, Blumen, Biersets, Gutscheine für einen Flug in der Speck und einen Einkauf bei einer Bäckerei, Laptoptaschen, Taschenmesser und zahlreiche weitere Preise.

Ein grosses Dankeschön an das ganze Team

Ein besonderer Dank gehört dem gesamten Helferteam der SVP Russikon. Von den Vorbereitungen über die Dekoration und die Bewirtung bis zum Lottomatch und den zahlreichen Arbeiten im Hintergrund war ein enormer Einsatz notwendig.
Ohne diese vielen helfenden Hände wäre ein solcher Anlass nicht möglich.

Dank dem grossartigen Einsatz des Teams, den zahlreichen Gästen und den vielen grosszügigen Unterstützern wurde die Herbstparty der SVP Russikon auch in diesem Jahr zu einem rundum gelungenen Anlass, bei dem Politik, Geselligkeit und das persönliche Miteinander gleichermassen ihren Platz hatten.

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